DSLVergleich.net erklärt: DSL

Digital Subscriber Line (DSL, engl. für Digitaler Teilnehmeranschluss) bezeichnet verschiedene Übertragungsstandards, mit denen Daten über einfache Kupferleitungen mit einer Übertragungsrate bis zu 1.000 Mbit/s gesendet und empfangen werden können. DSL ist gegenüber dem Telefonmodem (bis zu 56 kbit/s) und ISDN (zwei Kanäle zu je 64 kbit/s) eine wesentliche Verbesserung. Mit dem aktuellsten Übertragungsstandard VDSL können Daten mit bis zu 200 Mbit/s gesendet und empfangen werden.

DSL Anbieter toppen sich bei den Geschwindigkeiten

Unter den DSL Anbietern ist ein Konkurrenzkampf entstanden. So arbeiten die Internetanbieter derzeit schon an Netzen, die mehr als 200 Mbit/s bieten können sollen. Bis der Massenmarkt damit aber abgedeckt werden kann, werden auch aus Kostengründen noch einige Jährchen ins Land gehen. Die Deutsche Telekom war 2009 der erste DSL Anbieter mit VDSL Übertragungsstandard. Grund genug, die Monopolstellung auszunutzen und VDSL nur in Kombination mit TV über Internet (IPTV) anzubieten. Nachdem weitere DSL Anbieter den neuen Übertragungsstandard nutzten, wurde die Koppelung aber schnell wieder aufgegeben. Die derzeit größten Anbieter  sind 1&1, Telekom, Vodafone und O2. Grund genug, vor einem Wechsel einen Vergleich zu machen, um die besten Tarife herauszufinden.

Breitband-Kunden nach Unternehmen

(Stand 30.06.2014)

  • Telekom
  • Vodafone Kabel
  • 1&1 Versatel
  • o2 Telefónica
  • Unitymedia KabelBW
  • Sonstige

Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen

Datenvolumen darf nur mit Ankündigung gedrosselt werden

Die allgemeine Praxis der DSL Anbieter, das Datenvolumen zu drosseln, wird durch ein Gerichtsurteil, das am 19. September 2011 erlassen wurde, stark eingeschränkt. So sind die DSL Anbieter verpflichtet, ihre Kunden auf die Drosselung hinzuweisen. Mit den hohen Übertragungsraten darf nur dann geworben werden, wenn sie nicht gedrosselt sind.

Der aktuellste Übertragungsstandard: VDSL

VDSL ist eine Abkürzung und bedeutet „very High Speed Digital Subscriber Line“. Auch die Abkürzung VHDSL ist daher gebräuchlich. Mit VDSL sind theoretisch Internetgeschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s möglich. Meist werden aber nur maximal 50 Mbit/s oder 100 Mbit/s verkauft. Die Investitionen in das Glasfasernetz sind enorm und so geht der Ausbau in den Ballungsgebieten nur schleppend vor sich. Trotzdem wird das Netz immer engmaschiger. Die Vorteile vom VDSL liegen auf der Hand. Hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und nützliche Triple-Play-Angebote machen VDSL interessant. Die Angebote sind schon bei vielen verschiedenen DSL Anbietern verfügbar.

Die Magenta-Tarife S, M und L der Telekom beinhaltet Telefon, Internet und optional Fernsehen über das Internet. Dieses Angebot hat aber auch seine Nachteile. So ist für jeden Fernseher im Haushalt, der über das Internet betrieben werden soll, ein spezieller Receiver erforderlich. Ein Mehrpersonenhaushalt kann so ganz schnell einen Bedarf von 3 – 4 neuen Receivern haben.

VDSL nur mit ausgebautem Glasfasernetz möglich

In ganz Deutschland wurden 2010 verschiedene Arbeiten durchgeführt, damit VDSL flächendeckend verbreitet werden kann. So wurden zum Beispiel Glasfaserkabel verlegt oder ergänzt. Damit wurde VDSL zur derzeit schnellsten Internet Variante in ganz Deutschland. Standardmäßig werden Verträge mit 50 Mbit/s Übertragungsrate bei Laufzeiten von 24 Monaten angeboten. Es gibt aber auch Ausnahmen, weshalb sich der VDSL Vergleich lohnen kann.

VDSL Anschluss infografik

Immer noch muss vor dem Anschluss überprüft werden, ob der Standort auch angeschlossen werden kann. Anschlüsse sind nur möglich im Umkreis von maximal einem Kilometer der VDSL-fähigen Vermittlungsstelle. VDSL Provider bieten daher auf ihren Internetseiten Tests an, mit denen der Nutzer im Vorfeld schon herausfinden kann, ob ein VDSL-Anschluss in seiner Wohnung oder seinem Haus überhaupt möglich ist. Auf Übersichtskarten sollte man sich keinesfalls verlassen. Selbst Städte, die schon lange ans VDSL-Netz angeschlossen sind, haben immer noch Abdeckungslücken. Ein Vergleich zeigt dann noch, welche Anbieter die besten Tarife und Kombinationen zu bieten haben.

Technische Vorraussetzungen

Technische Voraussetzung für VDSL über das Telefonkabelnetz ist ein Hybridnetz, das zum Hauptteil aus Glasfasern und zu einem geringeren Teil aus Kupferleitungen besteht.
Um auf den letzten Metern vom Kabelnetzverteiler zum heimischen Telefonanschluss eine besonders Hohe Übertragungsrate zu erzielen, müssen die Glasfaserleitungen so nahe wie möglich am Kundenanschluss liegen.

Alle DSL-Techniken stoßen an die physikalischen Grenzen der Kupferdoppeladern.

Richard Sietmann vom c’t

Übertragungsrate VDSL

Die Abkürzung VDSL steht für „Very High Speed Digital Subscriber Line“ und deutet damit bereits an, dass es sich damit um eine besonders schnelle DSL-Verbindung handelt. Bisweilen ermöglicht die VDSL-Technologie Übertragungsraten von bis zu 200 Mbit/s. Sie eignet sich besonders für VoIP, interaktive Videodienste, Videokonferenzen und Triple-Play Dienste von Telekommunikationsanbietern bzw. Kabelnetzbetreibern. Im Gegensatz zu VDSL1 und ADSL/ADSL2 ist VDSL2 abwärtskompatibel.

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Der Vorteil liegt darin, dass per QoS (Quality of Service) bestimmte Datendienste priorisiert werden können. Dadurch können Internet-Telefonate via VoIP beispielsweise ohne Übertragungsprobleme geführt werden. Selbst wenn die Leitung durch einen anderen Dienst stark beansprucht wird, bleibt die benötigte Bandbreite erhalten.

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