Nicht nur auf dem Spielplatz oder auf Baustellen, sondern sogar im Internet haften die Eltern für ihre Kinder. Falls nämlich Musik, Filme oder Spiele durch die Kinder aus Tauschbörsen und anderen illegalen Portalen über den gemeinsamen Anschluss im Haus heruntergeladen werden, so sind die Eltern zu Schadensersatz verpflichtet und haften hier für die taten ihrer Kinder. Dies entschied der Bundesgerichtshof kürzlich.

Im Anschluss einer fünfköpfigen Familie wurde da aktuelle Album der bekannten Sängerin Rihanna heruntergeladen – und zwar auf einer illegalen Tauschbörse. Von Universal folgte eine Abmahnung mit einer Forderung von 3900 Euro. Um sich gegen diesen Forderungen zu wehren, gaben die Eltern an, dass die Kinder für den Download und damit auch für den Schaden verantwortlich sind. Im Laufe eines langen Verfahrens hat der Bundesgerichtshof schließlich entschieden, dass bei einem Anschluss an das Internet die Eltern für die Taten ihrer Kinder haften müssen.

Einen ähnlichen Fall hatte es bereits gegeben. Dort hatte die Ehefrau des Anschlussinhabers einen Film heruntergeladen, welcher davon nichts gewusst hatte. Hier hatte das Gericht allerdings für den Inhaber des Anschlusses entschieden, da es für diesen nicht zumutbar ist, die Taten seiner Frau im Internet zu kontrollieren und den Computer auf illegale Dokumente zu durchsuchen.
File-Sharing: Eltern haften für ihre Kinder
5 Sterne aus 2 Bewertungen

0

Könnte Sie auch Interessieren

Deutsche Regierung: Streit um Ausnutzung von Sicherheitslücken
Störerhaftung: Bundesrat macht Weg frei für WLAN-Gesetz mit Sperranspruch
Bundestagswahl 2017: Die Positionen der Parteien zum Thema Breitbandausbau

Andre

André ist Inhaber von DSLVergleich.net. Er ist mit dem Internet aufgewachsen und trotzdem noch fast normal geblieben. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @andreriechert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.