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Glasfaser-Anbieter wechseln – das ist der Stand

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Internetanbieter wechseln
Die Auswahl eines neuen Glasfaser-Anbieters ist nicht immer einfach.

Kann man Glasfaser-Anbieter wechseln? Diese Frage stellen Sie sich vielleicht, wenn Sie einen Anschluss legen lassen möchten oder bereits einen Vertrag haben.

Die Antwort ist auf den ersten Blick einfach: Ja, das funktioniert grundsätzlich wie bei jedem anderen Internetanschluss. Es gibt aber in der Praxis dennoch Probleme. Wir erklären Ihnen, wo es hakt und was zu beachten ist.

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Glasfaser: Der Anbieterwechsel ist grundsätzlich ganz einfach

Wenn Sie einen Internetvertrag abschließen, können Sie diesen zum Ende der Laufzeit kündigen und einen neuen Vertrag bei einem anderen Anbieter abschließen. Das gilt für DSL. Und das gilt selbstverständlich auch für Glasfaseranschlüsse.

Rechtlich unterscheiden sich schnelle Gigabit-Anschlüsse aus Kundensicht nicht von anderen Internetanschlüssen. Technisch gibt es je nach Anbieter und Region dagegen möglicherweise Probleme. Denn nicht alle Leitungen stehen allen Unternehmen zur Verfügung.

Für Sie als Kunden bedeutet das: Ein Wechsel ist möglicherweise nicht zu allen Anbietern möglich. Voraussetzung ist, dass beide Unternehmen eine Vereinbarung über die Leitungsnutzung geschlossen haben.

Vertrag kündigen und einen neuen abschließen

Bei einem Wechsel des Glasfaseranschlusses gehen Sie analog zu einem Wechsel des Internet-Anbieters vor. Detailinformationen zum Thema Internet kündigen finden Sie hier.

Das bedeutet: Sie sollten

  • regelmäßig einen Glasfaser-Tarifvergleich nutzen,
  • technische Details prüfen,
  • die Kündigungsfrist einhalten,
  • an den Portierungsantrag für die Rufnummer denken,
  • Zusatzleistungen wie IP-TV oder Hardware ebenfalls kündigen,
  • den Wechsel vollziehen.

Es gibt außerdem die Möglichkeit, einen Vertrag vorzeitig zu kündigen, Tarife zu vergleichen und zu wechseln. Das ist unter anderem bei fehlender Leistung oder einem Umzug möglich. Die genauen Details hängen vom Vertrag und den rechtlichen Vorgaben ab. 

Aber: Es gibt bei Glasfaseranschlüssen dennoch einige Details zu beachten. Das betrifft vor allem die Kündigung nach einem Neuanschluss.

Glasfaser: Anbieterwechsel nur nach der Vertragsbindung möglich

In Deutschland läuft seit einiger Zeit eine Ausbauoffensive. Die Kommunen arbeiten mit Internetanbietern zusammen, um weite Teile der Bevölkerung ans Glasfasernetz anzuschließen. Das kostet für die Unternehmen sehr viel Geld, da die leistungsstarken und zukunftssicheren Kabel vielerorts erst aufwendig verlegt werden müssen.

Die Kosten holen die ausbauenden Glasfaser-Anbieter durch eine längere Vertragsbindung nach dem Legen des Kabels wieder herein. In der Regel müssen sich Kunden 24 Monate binden. In dieser Zeit sind dann Kündigungen nur eingeschränkt realisierbar. 

Erst nach Ablauf der regulären ersten Vertragslaufzeit sind Glasfaser-Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich. Voraussetzung: Open Access ist vor Ort vereinbart. Das bedeutet: Neben dem lokalen Kabelnetzbetreiber können auch weitere Anbieter auf das gelegte Kabel zugreifen und darüber eigene Angebote für Kunden schnüren. 

Glasfaser-Anbieter wechseln: Sparen mit der richtigen Wahl der Bandbreite

Glasfaser mit Gigabit bedeutet nicht, dass Sie auch einen Gigabit-Tarif buchen müssen. Diese „Gigabit-Leitung“ ist die Premiumversion, welche aber auf Dauer aber deutlich teurer als ein normaler DSL-Anschluss ist. Es muss daher nicht immer eine Bandbreite von 1.000 MBit/s sein. Geringere Bandbreiten sind zu deutlich günstigeren Preisen zu bekommen.

Bei fast allen Anbietern können Sie Angebote mit zum Beispiel 500 MBit/s oder 250 MBit/s, mitunter sogar 100 MBit/s wählen. Sie können bei Bedarf in der Regel jederzeit upgraden. Über einen Tarifvergleich finden Sie zudem heraus, welche Kosten etwas mehr oder weniger Bandbreite ausmachen kann.

Wechsel nur eingeschränkt möglich - das ist der Grund

In der Theorie können Kunden einfach einen Glasfaser-Wechsel vornehmen. In der Praxis gibt es trotzdem immer wieder Probleme. Das Kabelnetz gehört dem Unternehmen, das es legen lässt. Verhindert es eine Nutzung durch die Konkurrenz, hat es das Monopol auf den Anschluss und kann als einziger Anbieter den Kunden einen Tarif bieten. Das erschwert einen Glasfaser-Wechsel.

Im Extremfall kommt es sogar zum „Überbauen“ vorhandener Leitungen. Das bedeutet, mehrere Anbieter verlegen eigene Glasfaserkabel. Diesen Unsinn möchte der Gesetzgeber durch einen Open-Access-Ansatz unterbinden.

Open Access: Müssen Glasfaserleitungen für andere Anbieter freigegeben werden?

Der Gesetzgeber möchte sowohl den Ausbau beschleunigen als auch den Wettbewerb fördern. Daher heißt es in Absatz 1 in § 20 des Telekommunikationsgesetzes:

„Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze sind berechtigt und auf Verlangen anderer Unternehmen verpflichtet, mit diesen über ein Angebot auf Zugang und Zusammenschaltung zu verhandeln, um die Kommunikation der Nutzer, die Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten sowie deren Interoperabilität im gesamten Gebiet der Europäischen Union zu gewährleisten.“

Konkret bedeutet das: Laut Gesetz müssen Glasfaserleitungen für andere Anbieter freigegeben werden. In der Praxis scheitert das jedoch teilweise daran, dass die verlangten Preise für die Leitungsnutzung so hoch sind, dass Open Access nicht zu alternativen Tarifen führt.

Vor einem Wechsel sollten Sie daher prüfen, ob es überhaupt alternative Tarifangebote für den Glasfaseranschluss an Ihrer Adresse gibt. Ist dies nicht der Fall, bleibt Ihnen nur eine Vertragsverlängerung – häufig zu einem teureren Preis – oder ein Wechsel zurück zu einem DSL-Anschluss.

Politischer Effekt: Open Access erzwingen

Open Access ist zwar politisch gewollt, wird aber noch immer von einigen Unternehmen durch überzogene Preisforderungen unterlaufen. Ist ein Wechsel nicht möglich, können Sie sich bei der Bundesnetzagentur beschweren. Die Beschwerde wird allerdings nicht individuell bearbeitet bzw. gelöst, sondern mündet in behördliche Maßnahmen zum besseren Durchsetzen von Open Access.

Die Lage: Es wird leichter, Glasfaser-Anbieter zu wechseln

Immer mehr namhafte Anbieter schließen untereinander Verträge ab. So stellt zum Beispiel die Telekom inzwischen Ihr Leitungsnetz zur Verfügung. Das belegen Vereinbarungen mit unter anderem Vodafone, o2 und 1&1.

Auch untereinander sind die anderen großen Anbieter in Gesprächen oder haben Vereinbarungen geschlossen. Flächendeckend ist Open Access jedoch nicht realisiert. Das erschwert in einigen Gebieten den Wechsel des Anbieters.

Glasfaser-Anbieter wechseln: Es lohnt sich

„Glasfaser wechseln“ sollte ebenso leicht sein wie der Abschluss eines DSL-Vertrags bei einem anderen Anbieter. Noch immer unterlaufen Unternehmen jedoch vereinzelt Open Access. Ein Wechsel ist nur dann problemlos möglich, wenn der bisherige Anbieter bzw. der Kabelnetzbetreiber eine Vereinbarung mit dem neuen Anbieter hat. 

Sie sollten daher unbedingt vor einer Kündigung die reale Verfügbarkeit der Anschlüsse über weitere Anbieter prüfen. Ist ein Wechsel möglich, können Sie durch günstigere Preise profitieren. Besonders bei Glasfaser sind die Einstiegspreise in den ersten Monaten sehr attraktiv und bewegen sich auf DSL-Niveau. Erst nach einigen Monaten steigen die Kosten. Wer regelmäßig aktuelle Tarife vergleicht und den Glasfaser-Anbieter wechselt, kann erhebliche Ausgaben sparen.

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