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Klimakiller Internet - Welche Ökobilanz hat das Internet?

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Hört man den Begriff Ökobilanz, denkt man zunächst an Themen wie Autoabgase, Plastikverbrauch oder auch Veganismus. Eine Ökobilanz ist dazu da, Auskunft über die Nachhaltigkeit eines wirtschaftlichen Prozesses zu geben und gibt somit Antwort auf die Frage: Wie umweltfreundlich/ökologisch ist die Herstellung von Produkt xy?

Wussten Sie, das eine solche Bilanz auch für das Internet erstellt werden kann? Dadurch, dass immer mehr Menschen soziale Netzwerke auf täglicher Basis nutzen und das Internet zu einem Hauptangelpunkt geworden ist, auch auf dem Arbeitsplatz, steigt der Energieverbrauch von Google, WhatsApp und Co. stark an. Einmal sind es die Geräte an sich, Smartphones oder PCs, die zu Stromfressern werden. Es gibt zudem eine mehr oder weniger versteckte Quelle, die Energie und somit auch CO2 verbraucht, genannt Rechenzentren oder Serverfarmen.

Die Rechenzentren Deutschlands

Weltweit produzieren IT-Geräte so viel CO2 wie die Menge an Treibhausgasen in ganz Deutschland, nämlich 800 Millionen Tonnen, Tendenz steigend. Für den weltweiten Datenaustausch sind sogenannte Rechenzentren verantwortlich, von denen es mittlerweile über 50.000 in Deutschland gibt. Die meisten stehen in Frankfurt am Main und verbrauchen dort stolze 20% der gesamten städtischen Energie. Das ist mehr, als für den Frankfurter Flughafen benötigt wird. Ein Drittel der Energie braucht man bereits für die Klimaanlagen, die die Server auf einer Temperatur von 25°C halten müssen. Eine regelrechte Energieverschwendung. Am Beispiel Flugverkehr kann man noch einen weiteren guten Vergleich anbringen. Die CO2-Emissionen des innerdeutschen Flugverkehrs weisen mit 33 Tonnen jährlich etwa dieselbe Menge auf wie die CO2-Emissionen, die durch das Internet und internetfähige Geräte entstehen. Welche Quellen verursachen außerdem die schlechte Ökobilanz des Internets?

Stromverbrauch einer Google Suche - eine Umweltbelastung?

Besonders umweltschädlich sind in Deutschland die Google-Suchanfragen. In Zahlen ausgedrückt lassen wir eine Energiesparlampe eine Stunde lang brennen, wenn wir 20 Suchanfragen tätigen. Eine Suchanfrage kostet etwa 0,3 Watt-Stunden sowie 0,2g CO2. Bei 3,45 Milliarden Google-Suchanfragen weltweit pro Tag kommt da also viel zusammen. Allein in Deutschland liegt der jährliche Wert bei 24 Tonnen CO2, die durch Google-Suchanfragen in die Umwelt gelangen. Durch die erhöhte Nutzung kam es zu einer 20%igen Erhöhung des Stromverbrauchs in den Jahren 2015 und 2016. In den letzten fünf Jahren ist der Verbrauch erneut angestiegen. Man muss dazu sagen, dass Google bereits etwas für eine bessere Ökobilanz tut. Eine große Menge des Stroms bezieht der Konzern durch erneuerbare Energien und hat bereits eigene Wind- und Solarparks bauen lassen, um den Energiebedarf zu decken.

Lösungen für die Zukunft

Weitere Lösungsansätze für das Umweltproblem, welches das Internet verursacht, sind in die Wege geleitet. Ein Beispiel für einen Lösungsansatz wäre eine Kühlung der Server durch Wasser. Auf diesem Weg könnte man die entstehende Abwärme zurück ins Fernwärmenetz leiten und effektiv zum Heizen benutzen. Tatsächlich gibt es aber auch Möglichkeiten, als Verbraucher die Umweltbelastung niedrig zu halten. Wenn Sie anstelle des Laptops das Smartphone zum Googeln verwenden, können Sie schon Energie sparen. Um die Datenmenge nicht zu sehr zu erhöhen, sollte man darauf achten, Dateien wie Fotos oder Videos nicht zu häufig zu versenden. Als langfristigen Speicherort für große Dateien sind CDs oder externe Festplatten geeigneter als die Cloud. Das Ganze klingt im ersten Moment sehr trivial, kann aber einen großen Einfluss darauf haben, seinen CO2-Abdruck auf digitalen Geräten zu minimieren.

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