Satelliten-Internet: Geschwindigkeit und Ping-Zeit

Wohnt man in einer Region, in der zurzeit kein DSL- oder Kabelnetz zur Verfügung steht, ist die Chance auf Highspeed-Internet nicht aussichtslos. Eine Möglichkeit, auch in abgelegenen Regionen zur Verfügung steht, ist Internet über Satellit. Dieses ist durch verschiedene Anbieter auch in Deutschland empfangbar.

Die Geschwindigkeiten, die sich mit Internet via Satellit umsetzen lassen, sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Downloadrate erreicht mittlerweile zwischen 50 Mbit/s bis hin zu 100 Mbit/s. Der Upload hingegen fällt mit bis zu 6 Mbit/s deutlich geringer aus.

Ping-Zeiten bei Satelliten Internet

Die Satelliten, welche die Nutzer mit Internet versorgen, liegen auf rund 36.000 Kilometern Höhe. Bei dieser riesigen Entfernung benötigt es natürlich einiges an Zeit, bis nach einem Klick auf einen Link auch die angeforderte Seite auf dem eigenen PC ankommt. Diese Zeitspanne zwischen einer Aktion und der Reaktion wird allgemein auch als Latenzzeit oder Ping-Zeit bezeichnet.

Tipp: Messen Sie mit unserem Speedtest die eigene Verbindungsgeschwindigkeit und Ping-Zeit.

Bei einer handelsüblichen DSL- oder Kabel-Verbindung liegt die Ping-Zeit in der Regel bei 20-30 Millisekunden selten höher. Verbraucher, die Video- & Voice-over-IP-Telefonie nutzen oder auch Online-Video-Spiele wie Counter-Strike etc. spielen möchte, sind auf eine geringe Ping-Zeit angewiesen und werden mit Satelliten-Internet hingegen nicht glücklich.

Weiterführende Information: "Internetanschluss: Worauf kommt es beim Gaming an?"

Satelliten-Internet hat Latenzzeiten, die im Durchschnitt bei um die 700 Millisekunden liegen. Surfen im Internet, das versenden von E-Mails und auch das Streamen von Videos funktioniert allerdings auch bei diesen hohen Ping-Zeiten problemlos und es kommt quasi zu keinerlei Einschränkungen.

Info: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX möchte mit seinem Satellitennetzwerk namens Starlink künftig weltweiten Internetzugang bieten soll. Hierzu sollen Tausende von Satelliten die Erde auf niedrigen Bahnen, sogenannten LEOs (Low Earth Orbits), in einer Höhe von 550 Kilometers umlaufen. Mit Starlink sollen Ping-Zeiten zwischen 20 und 50 Millisekunden erreicht werden, welches dann auf einem Niveau wie ein physischer Internetanschluss liegen würde.

Satelliten-Internet: Engpässe bei der Geschwindigkeit

Ein Satellit kann zwar eine enorme Menge an Nutzen gleichzeitig mit Internet versorgen, kommt aber auch irgendwann an seine Grenzen. Es ist also wenig überraschend, dass es zu bestimmten Zeiten zu Engpässen kommen kann. Wer nach Feierabend nach Hause kommt, setzt sich nicht selten erst einmal an den Rechner oder Fernseher, um Nachrichten zu lesen, die Mails zu checken oder nutzt Video-Streamingdienste. In der Regel passiert dies zwischen 18.00 und 22.00 Uhr, weshalb zu dieser Zeit mit geringeren Geschwindigkeiten zu rechnen ist.

Beschränkung der Bandbreite und Drosselung bei Satelliten-Internet

Ähnlich wie bei mobilen Internet ist die Nutzungskapazität für eine solche Überlastung natürlich nicht ausgelegt. Bei Telekommunikationsanbietern ist es daher üblich, kurzerhand die Bandbreite einzuschränken. Das fällt wahrscheinlich in den meisten Fällen nicht einmal auf, ist aber über Satellit deutlich spürbar. Ein Kriterium, dass die Drosselung beeinflusst ist das monatliche Datenvolumen und dessen Verbrauchsstand. Solche Regulationen sind in den sogenannten „FairUse“-Policies der einzelnen Anbieter festgelegt. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Satelliten-Internet-Anbieters auf solche Regelungen. Auch beim Satelliten-Internet gibt es bezahlbare Flatrat-Angebote von Anbietern. Für Wenig-Surfer reicht hingegen vielleicht auch schon ein günstiger Tarif mit Volumenbeschränkung aus.

Tipp: Alle aktuellen Internet-Angebote von Satelliten-Internet-Anbietern finden Sie in unserer Übersicht.