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Welche DSL-Alternativen gibt es?

Ohne DSL ins Internet: Das sind die besten DSL-Alternativen

DSL ist der verbreitete "Standard" bei Internetanschlüssen. Die Leitung wird dabei über einen vorhandenen Telefonanschluss realisiert. Genau hier liegt ein Problem. Denn bei alten Kupferleitungen, die eine sehr große Strecke zum letzten Verteilerkasten des Netzanbieters überbrücken müssen, sinkt die verfügbare Bandbreite rapide. Eine DSL-Alternative wäre dann sinnvoll. Denn besonders in ländlichen Regionen, aber auch in bestimmten Straßenzügen von Städten kommt es in alten Leitungsnetzen zu einer Unterversorgung mit schnellem Internet. Bandbreiten von unter 6 MBit/s oder sogar nur 1 MBit/s sind in diesen Fällen leider Realität. Was also tun, wenn kein DSL verfügbar ist oder die technisch mögliche Bandbreite "unterirdisch" schlecht ist? Die Telekom sowie einige Regionalanbieter bauen zwar ihr Netz (mit Vectoring oder Glasfaserkabel) aus. Dennoch gibt es schon jetzt vielerorts verschiedene leistungsstarke Breitbandanschlüssen als DSL-Alternativen, die preislich attraktiv und technisch einer langsamen DSL-Leitung in vielen Punkten überlegen sind. Welche Alternativen zum DSL-Anscluss über die Telefonleitung gibt es?

Kabel-Internet: Die beste DSL-Alternative

Eine sehr beliebte und günstige Alternative zu einem DSL-Anschluss über die Telefonleitung ist Kabel-Internet. Dabei realisiert der Anbieter von Kabel-TV Internet (und ggf. Telefon) über den vorhandenen Kabelanschluss. Für die Kunden ändert sich in erster Linie der Standort des Modems. Denn dieses hängt nicht mehr an der Telefonbuchse, sondern direkt an der TV-Buchse.

Die durch Kabel-Internet erreichbaren Geschwindigkeiten sind beeindruckend und liegen meistens deutlich höher als bei einem normalen DSL-Anschluss. 50 MBit/s sind je nach Region das Minimum, 250 MBit/s guter Durchschnitt. In vielen gegenden erreichen Kabelnetzbetreiber mittlerweile bis zu 1.000 Mbit/s.

Die meistens günstigen Preise sind möglich, weil Internet eine "Zweitverwertung" von vorhandenen Leitungskapazitäten für die Versorgung mit Kabelfernsehen ist. Das ist jedoch auch ein Nachteil. Denn bei Vollauslastung einzelner Netzcluster in zum Beispiel Stadtvierteln oder Straßenzügen durch viele Power-User oder überdurchschnittlich viele Kunden im Netz kann es zu Leistungseinbußen kommen. In der Praxis sind diese jedoch selten.

Tipp: Kabel-Internet kann sich nicht nur für Nutzer in mäßig mit DSL versorgten Gebieten lohnen, sondern durch günstige Preise auch für Sparer und durch häufig gute Pingwerte für Gamer.

DSL-Alternative Internet per LTE

Eine weitere an Bedeutung gewinnende DSL-Alternativ ist Mobiles Internet. Durch den guten Netzausbau der vergangenen Jahre sind UMTS und LTE in vielen Regionen verfügbar, LTE gilt sogar statistisch fast als flächendeckend realisiert. Da LTE je nach Standort im Regelfall bis zu ca. 100 MBit/s erlaubt und punktuell sogar Geschwindigkeiten von 500 MBit/s und mehr, bietet das Mobilfunknetz inzwischen eine sehr gute Alternative zu einer langsamen DSL-Leitung.

Die Sache hat jedoch mehrere Haken. Die Anschlüsse sind vergleichsweise teuer und beinhalten in der Regel keine Datenflatrate. Das heißt: Wer über die DSL-Alternativen UMTS oder LTE surfen möchte, muss bei fast allen Anbietern mit einem eher schmal bemessenen Datenpaket auskommen und nach dessen Ausschöpfen mit einer Drosselung auf eine sehr langsame Geschwindigkeit. Daher ist diese Internettechnik in erster Linie an Orten zu empfehlen, an denen DSL sehr langsam ist und keine Alternativen wie Hybrid-DSL oder Kabel-Internet vorhanden sind.

Technisch funktioniert der Anschluss wie ein mobiler Internetzugang auf einem Tablet oder Smartphone. Allerdings wird hier keine SIM-Karte eingelegt, sondern ein spezieller (LTE-/UMTS-) Router vorgeschaltet. Dieses kommuniziert die Datenströme mit dem Mobilfunknetz und baut dann das typische LAN/WLAN auf.

Tipp: Der LTE-Router sollte UMTS und LTE unterstützen, sofern der Vertrag beide Empfangsarten ermöglicht. Dann bleibt der Kunde unabhängig, wenn eines der Netze ausfällt.

DSL-Alternative Internet per Hybrid

Eine Mischung aus DSL und Internet per LTE ist Hybrid-Internet. Damit versuchen Anbieter, in schwach erschlossenen Regionen langsame Leitungen durch die Vorzüge von LTE zu kompensieren. Technisch ist Hybrid-Internet ein Zwitter. Der Nutzer hat einen ganz normalen Internetanschluss. Zusätzlich erhält er einen LTE-Router. Beim Surfen werden nun kleine Datenpakete - meistens die reinen Datenbefehle - über die Internetleitung geschickt, während die benötigte Bandbreite (bspw. für ein Download eines Mailanhangs oder das Streamen eines Videos) über das LTE-Netz zur Verfügung gestellt wird. Anders als bei DSL per LTE gibt es bei Hybrid-Angeboten bisher selten eine Datenobergrenze oder -drosselung. Dennoch ist die Technik auch aus Anbieterseite nur eine Übergangslösung für bestimmte Regionen ohne schnelle DSL-Leitungen.

Tipp: Die Telekom MagentaZuhause Tarife mit Hybrid-LTE: Kunden können im Prinzip zu jedem MegentaZuhause Internet & DSL-Tarif der Telekom als Option "Hybrid LTE" einen LTE-Datentarif mit bis zu 300 Mbit/s für 4,95€ hinzubuchen.

DSL-Alternative: Internet per Satellit

Wenn gar keine DSL-Alternative möglich ist, bleibt Satelliten-Internet eine Option. Dabei wird die Internetverbindung wie bei SAT-TV über eine Satellitenschüssel (+ Satellitenmodem) aufgebaut. Die "Leitung" ist kaum wetteranfällig und die wenigen Anbieter ermöglichen für Privatkunden meistens Bandbreiten um bis zu 20 MBit/s. Eine Flatrate ist überwiegend inklusive.

Allerdings ist Internet per Satellit relativ teuer und zudem aufwendig zu installieren. Hinzu kommt, dass der Telefonanschluss günstiger auf der alten Leitung zu haben ist. Daher sind zwei Anschlusstechniken erforderlich. Ein weiterer Nachteil ist der Übertragungsweg. Durch das Senden und Empfangen über den Erdtrabanten und eine Relaisstation auf der Erde kommt es zu spürbaren Verzögerungen. Für Gamer und Streaming ist diese DSL-Alternative daher trotz ordentlicher Bandbreite kaum geeignet.

Unser Fazit

Kabel-Internet, Internet per Mobilfunk (UMTS/LTE), Hybrid-DSL und Internet per Satellit sind je nach lokaler Situation die besten Optionen, um von einem leistungsschwachen Anschluss zu einer anderen Übertragungstechnik zu wechseln. Bevor Sie sich allerdings für einen Breitbandanschluss entscheiden, sollten Sie unbedingt auch die Internet-Verfügbarkeit bei Ihnen Vorort prüfen.

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