Routereinstellungen, die Sie kennen sollten

Nur mit den richtigen Einstellungen können Sie Ihren WLAN-Router optimal nutzen. Dieser ist nicht nur mit WPA2 oder Dual-Band vertraut, er kann auch noch mehr. Viele Verstellmöglichkeiten, richtig genutzt, können die Leistung Ihres Routers enorm verbessern. Wie das geht, erklären wir Ihnen hier.

So stellen Sie den Router optimal ein

Eigentlich ist es so, dass der WLAN-Router, wenn alle eingegebenen Daten vollständig sind, gesichert wird. Danach passiert am Router in der Regel nichts mehr. Schade eigentlich, denn viele Router bieten wichtige Einstellungen, mit denen sich das Gerät noch effektiver nutzen lässt.

Sie haben Ihren WLAN-Router gesichert und alle Daten für den Internetzugang eingegeben: Jetzt müssen nie wieder ins Konfigurations-Menü. Das stimmt eigentlich. Doch es gibt bei vielen Routern noch wichtige Einstellungen, die Sie zwar nicht kennen müssen, aber kennen sollten, wenn Sie Ihren Router effektiv einsetzen wollen. Wir stellen sieben davon vor.

7 nützliche Einstellmöglichkeiten am Router

1. Gästezugang einrichten

Oft kommen Freunde heute mit dem Laptop oder Tablet unterm Arm zu Besuch. Meist kommt dann die Frage nach dem Internet auf, denn viele Dinge, wie zum Beispiel Bilder hat man auf einer Cloud gespeichert. Der Zugang kann nur über das Netz erfolgen. Natürlich möchte man nicht ständig sein Passwort freigeben, auch die besten Freundschaften könnten einmal zu Ende sein. Mit einem Gästezugang ins Internet kann das Problem umgangen werden. Mit seinen Geräten kommt der Gast dann zwar ins Internet, hat aber sonst keinen Zugriff auf Netzwerk-Teilnehmer. Der Gästezugang wird mit einem eigenen Namen belegt und kann verschlüsselt werden. Es gibt zudem Router, wie zum Beispiel die Fritzbox, die nach einer bestimmten Inaktivität den Gästezugang dann automatisch deaktivieren.

2. Router als Access Point

Ältere Router sollte man künftig nicht mehr auf dem Wertstoffhof entsorgen. Er kann noch lange Zeit als Access Point oder Repeater gute Dienste leisten und weitet die Reichweite des Netzwerkes aus. Der Router muss nur über Kabel an einen Rechner angeschlossen werden, der sich im Netzwerk befindet. Danach muss der DHCP-Server deaktiviert werden. Der Access Point bekommt eine IP-Adresse aus dem Netzwerk und wird damit integriert. Danach wird das Kabel an den Router angeschlossen. Bei der Fritzbox können Sie den Access Point einrichten, indem Sie bei Internet – Zugangsdaten den Punkt „Internetzugang über LAN 1“ aktivieren. Danach wird der IP-Client unter “Vorhandene Internetverbindung im Netzwerk mitbenutzen (IP-Client)“ eingerichtet. Dann wird nur noch festgelegt, ob die IP-Adresse automatisch vergeben wird oder man diese selbst vergibt. Jetzt muss nur noch die Fritzbox über LAN1 mit dem LAN-Port des Routers verbunden werden.

3. Router mit 11g-Tempo verbinden

Manchmal kommt es vor, dass trotz schneller Geräte nach dem 11n Standard diese nur mit max. 54 Mbit/s betrieben werden können. Das entspricht 11g-Tempo. Das kommt öfter vor, wenn die Verschlüsselungsmethode am Router mit „WEP“ oder „WPA“ eingestellt ist, oder mit „WPA+WPA2“. Der Client beherrscht dann oft nur das TKIP-Format. Beim 11n-Standard ist festgelegt, dass TKIP geschützte Verbindungen nur mit 54 Mbit/s laufen dürfen. Im Router sollte daher unter WLAN – Sicherheit „WPA2“, „WPA2-Personal“ oder „WPA2(CCMP)“ eingestellt werden.

Das bewirkt dann, dass das WLAN mit einem sicheren AES-Algorithmus verschlüsselt wird. Haben Sie noch Komponenten beim WLAN, die AES nicht beherrschen, dann sollten Sie sich um ein neues Firmware Update kümmern.

4. Mit den Protokolldateien auf Fehlersuche

Macht der Router Probleme ist es oft schwierig, die Fehlerquelle zu finden. Mit den Protokolldateien kann man da schnell weiterkommen. In diesen Protokollen wird festgehalten, wann eine Verbindung zum Internet hergestellt wird, wann eine Verbindung unterbrochen wurde und anderes. Um diese Protokolldateien einsehen zu können, muss man allerdings im Router Menü eingeloggt sein. Sie befinden sich meist unter System-Administration-Verwaltug. Bei verschiedenen Routern ist es auch nötig, dass die Protokolldateien aktiviert sind. Auch ein Filter ist vorhanden.

5. Router von außerhalb überprüfen

Wer wissen möchte, ob der Router bei Abwesenheit genutzt wird oder was er sonst arbeitet, der kann sich die Daten auch via Mail zusenden lassen. Fast alle Router können diese Funktion bieten. Einige wenige Router sind außerdem in der Lage, Fehlerprotokolle an bestimmte Rechner im Netz zu senden. Ob Ihr Router das anbietet, sehen Sie, wenn er über Syslog-Protokoll verfügt. Die Fritzbox bietet die Funktion unter der Option „Push Service“ an. Es kann festgelegt werden, wann oder wie oft die Meldung weitergeleitet werden soll.

6. Einem Netzwerkgerät immer die gleiche IP-Adresse zuweisen lassen

Der Router ist verantwortlich dafür, dass jedes Gerät im Netzwerk eine IP-Adresse zugewiesen bekommt. Normalerweise ist das eine ständig wechselnde Adresse. Hat man aber zum Beispiel einen NAS, auf den man über das Internet zugreifen möchte, dann ist es sinnvoll, diesem eine feste Adresse zuzuweisen. Man kann entweder dies selbst am Gerät einstellen oder aber dem Router eine entsprechende Anweisung geben. Die Funktion findet man unter DHCP-Reservierung. Bei der Fritzbox ist das unter der Rubrik „Heimnetz“ zu finden.

7. Konfiguration des Routers sichern

Ist der Router dann nach Ihren Wünschen konfiguriert, dann sollte diese Konfiguration unbedingt gesichert werden. Sollte es einmal Probleme geben, und Sie müssen den Router auf Werkseinstellung zurücksetzen, können Sie die vorherige Konfiguration dann wieder einfach aktivieren. Die Option für die Sicherung und Wiederherstellung ist im Menü unter „System – Administration – Verwaltung“ zu finden. Die Datei mit der Endung .cfg kann auch bequem auf einem USB-Stick gespeichert und von dort wieder auf den Router übertragen werden.

Routereinstellungen, die Sie kennen sollten
5 Sterne aus 5 Bewertungen

Wir hoffen Sie fanden diesen Artikel hilfreich

Teilen diesen Beitrag

Share on twitter
Twitter
Share on email
Email
Dies könnte Sie auch interessieren

Die besten DynDNS Anbieter

DynDNS (DDNS) ist ein wichtiger Service, mit dem der Zugriff auf Hardware und Applikationen in einem Firmen- oder Heimnetzwerk über das Internet möglich ist. Da

Was ist SD-WAN?

Unternehmen sind auf eine leistungsstarke IT angewiesen. Dabei spielen immer häufiger cloud-basierte Lösungen in die Infrastruktur hinein. Der Grund ist einfach: Die genutzten Programme von