Warum sind Handy und Internet auf einer Kreuzfahrt so teuer?

Kreuzfahrten boomen. Immer mehr Menschen drängt es auf die riesigen Luxusliner. Damit wächst auch der Bedarf, vom Schiff aus Familie, Freunde und Bekannte anzurufen oder im Internet zu surfen. Doch Achtung: Hier lauert eine enorme Kostenfalle.

Für Handy- und Internetkosten auf einem Kreuzfahrtschiff gelten eigene Regeln. Schnell belaufen sich zehn Minuten Surfen oder Telefonat auf Beträge von rund fünf Euro. Nicht zu unterschätzen sind auch automatische Aktualisierungen von Apps und Betriebssystem, die erheblichen kostenpflichtigen Datenverbrauch zur Folge haben. Einige Urlauber bekommen einen regelrechten Schock, wenn sie nach Rückkehr ihre nächste Monatsrechnung erhalten.

Satellitenverbindungen statt Mobilfunknetz

Ein Kreuzfahrtschiff bewegt sich über die offene See. Damit befindet es sich die meiste Zeit der Reise in internationalen Gewässern. Dort gibt es keine Verbindung auf ein Ländernetz. Die Verbindungen laufen alle über Satelliten. Diese Technik erlaubt zwar Anrufe und das Surfen im Internet sowie WLAN auf dem Schiff. Dadurch können bereits kurze Online-Aktivitäten richtig teuer werden. Besonders tragisch: Es greifen keine Kostenbremsen und es gibt keine nationalen Gesetze. Jeder Mobilfunkanbieter reicht die von seinen Kunden verursachten Satellitenkosten unabhängig von der Höhe 1:1 weiter.

Tipp: Auch die Verbindungstechnik ist ein Negativpunkt. Die Bandbreite ist deutlich geringer als an Land. Je mehr Reisende das Schiffs-WLAN nutzen, desto eher brechen Verbindungen ab. Beste Zeit ist spät am Abend oder am frühen Morgen.

Anders sieht es in Häfen und unmittelbarerer Küstennähe aus. Hier ist es unter Umständen möglich, sich in ein nationales Netz des Landes einzuwählen. Dann greifen die besonderen (Roaming-) Tarife für die Handynutzung im Ausland laut Mobilfunkvertrag. Innerhalb von Europa können Sie hier Ihren bestehenden Mobilfunktarif ohne zusätzliche Kosten nutzen.

Internet und Telefon auf dem Kreuzfahrtschiff: Worauf müssen Kunden achten?

Normale Handys können sich nicht in ein Satellitennetz einwählen. Dazu fehlt ihnen die technische Ausstattung. Allerdings wählen sich die meisten Handys automatisch in frei verfügbare WLAN ein. Daher laufen Reisende Gefahr, dass ein offenes, gebührenpflichtiges Netz auf dem Schiff zu einer Kostenfalle wird. Urlauber können jedoch vorbeugen:

  • Sie können das automatische Einwählen in ein WLAN per Verbindungseinstellungen unterbinden. Dann gibt es keine unbemerkte Internetnutzung für zum Beispiel App-Aktualisierungen. Dieser Rat gilt auch für Ausflüge innerhalb von Nicht-EU-Gebieten.
  • Sie können mit dem gleichen Effekt die automatische Netzwahl abschalten sowie den Flugmodus anstellen.
  • Sie sollten die angebotenen Pakete der Reederei nutzen. Die Minuten-, Datenvolumen- oder Pauschalpreise sind zwar üppig, aber günstiger als die Standardabrechnung für Satellitenverbindungen. Alternativen sind nutzbare Hotspots bei Landausflügen.

Wer diese Tipps beachtet und das satellitengestützte WLAN auf dem Schiff zu günstigen Tageszeiten nutzt, kann auf hoher See unbeschwerter telefonieren und surfen. Vor allem aber lässt sich so eine überraschend hohe Rechnung vermeiden.

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