Kunden das Kabelanbieters Unity Media steht gleich zu Beginn des Jahres 2017 unangenehme Post ins Haus. Der TV- und Netzdienstleister dreht kräftig an der Preisschraube und verlangt künftig bis zu 16,5 % mehr für seine Produkte. Die Preisanhebungen begründet Unity Media mit notwendigen Investitionen in den Ausbau der Kabelnetze. Mit der zweiten Erhöhung seit Jahresbeginn 2015 ist Unity Media nunmehr insgesamt rund 30 % teurer geworden.

Vergleichbare Neuverträge bieten mehr und kosten weniger

Besonders nachteilig wirken sich die aktuellen Erhöhungen vor allem auf die Bestandskunden aus. Durch die jüngste Preisanhebung zahlen einige von ihnen künftig mehr als jene, die einen neuen Vertrag abschließen. Noch größer wird der Ärger dadurch, dass die Altverträge für manche Pakete zwar mehr kosten, aber weniger Leistung enthalten als vergleichbare Neuabschlüsse.

Wer als Bestandskunde das Unity Media Angebot „CleverFlat Starter“ nutzt, zahlt für diesen Internet und Telefon Tarif ab kommendem März 25,77 Euro pro Monat. Neuverträge für das vergleichbare Paket „2play START 20“ bietet der Netzbetreiber bereits zum Preis von knapp 25,00 Euro monatlich an. Der Clou dabei: Im Vergleich zur „CleverFlat Starter“ Variante erfreut der Tarif „2play START 20“ seine Nutzer mit einer doppelt so schnellen Internetverbindung. Auch beim reinen Surf-Tarif „Internet START 10“ haben Bestandskunden gegenüber Neukunden das Nachsehen. Letztere erhalten dasselbe Paket für knapp einen Euro weniger.

Bei Preiserhöhungen gilt Sonderkündigungsrecht

Dagegen, dass Kabelanbieter die Kosten für Instandhaltung und Ausbau ihrer Netze an die Kunden weitergeben, ist grundsätzlich nichts zu sagen. Dass Unity Media jedoch einen Teil seiner Bestandskunden derart benachteiligt, gibt manchen Anlass zur Kritik. Denen bleibt immerhin die Option, von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Das steht jedem Kunden zu, dem eine Preiserhöhung ins Haus flattert. Möchten Sie Ihren Vertrag kündigen, unterstützen wir Sie gerne mit unserem Unity Media Kündigungs-Assistent.

Glück haben dagegen zumindest noch in diesem Jahr diejenigen, die bei dem Anbieter einen Kombi-Vetrag für Telefon und Internet abgeschlossen haben und dafür bereits im Vorjahr mehr berappen durften. Diese Kunden müssen vermutlich ab 2018 mit einer erneuten Preiserhöhung rechnen, da Unity Media erfahrungsgemäß alle zwei Jahre an der Preisschraube dreht.

Saftige Preiserhöhungen bei Unity Media: Bestandskunden haben das Nachsehen
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Andre

André ist Inhaber von DSLVergleich.net. Er ist mit dem Internet aufgewachsen und trotzdem noch fast normal geblieben. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @andreriechert

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