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Sozialtarif der Telekom für Festnetzanschlüsse

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☝️ Das Wichtigste in Kürze
  • Sozialtarif der Telekom bietet eingeschränkte Vorteile für Senioren, Schwerbehinderte und einkommensschwache Personen.
  • Sozialtarif ist nur mit bestimmten Festnetztarifen kombinierbar und deckt keine umfassenden Telefonkosten ab.
  • Magenta Zuhause Start ersetzt Call Start und Call Basic, aber ist teurer als die bisherigen Grundtarife.
  • Sozialtarif 1 und 2 richten sich an verschiedene Berechtigte, wobei ein Nachweis erforderlich ist.
  • Die Sozialtarife der Telekom können aktuell nur mit dem Tarif MagentaZuhause XS kombiniert werden.
  • Alternative: Günstige Mobilfunktarife bieten eventuell bessere Konditionen als der Telekom-Sozialtarif.
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Fragwürdiger Nutzen: Sozialtarif der Telekom für Festnetzanschlüsse

Kommunikation ist ein wichtiger Baustein der gesellschaftlichen Teilhabe. Das gilt für alle Menschen. Der Telefonanschluss nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Er ist der Schlüssel, um andere Menschen zu erreichen oder einen Notruf zu senden. Auf den ersten Blick ist der Sozialtarif der Telekom ein Mittel, um einkommensschwachen Menschen den Zugang zum Telefon zu vergünstigen. 

Aber profitieren Senioren, Schwerbehinderte und andere einkommensschwache Personen wirklich von dem Festnetzangebot mit Sozialtarif der Telekom? Wir beleuchten das Angebot, das im Zuge des demografischen Wandels und der Altersarmut durchaus sinnvoll erscheint.

Unsere Meinung: Sozialtarif der Telekom als mögliche Lösung?

Bild von André - Autor bei DSLVergleich.net
André R.

„Der Sozialtarif ist ein verlockendes Angebot für Menschen, denen reguläre Festnetzanschlüsse zu teuer sind. Das Unternehmen bietet als einziges großes Unternehmen einen besonderen Tarif. Allerdings handelt es sich um ein Angebot mit einem fragwürdigen Nutzen. Es wird nur wenigen Menschen wirklich helfen.“

Telekom-Sozialtarif: Mit welchem Tarif ist er kombinierbar?

Der Sozialtarif der Telekom setzt auf einem Festnetztarif auf. Bis Mitte 2023 galt das Angebot unter anderem für die reinen Telefontarife Call Start und Call Basic. Diese werden jedoch Mitte 2023 eingestellt. 

Das Ersatzangebot Magenta Zuhause Start enthält eine Telefonflatrate, wodurch gar kein Sozialtarif mehr erforderlich ist. Die monatliche Grundgebühr beträgt in dem neuen Tarif 27,95 Euro/Monat. Das ist deutlich mehr als die bisherigen reinen Festnetzanschlüsse.

Der Sozialtarif der Telekom ist jedoch weiterhin mit dem Tarif Magenta Zuhause XS kombinierbar. Dieser enthält eine DSL-Flatrate bis maximal 16 MBit/s, aber keine Telefonflatrate. Jeder Anruf kostet einen Minutenpreis. Da die Grundgebühr aber mit 32,95 Euro monatlich zu Buche schlägt, sind die Fixkosten bereits sehr hoch. Für nur wenige Euro mehr gibt es mit dem Angebot Magenta Zuhause S eine echte Doppelflatrate. 

Die Telekom stellt derzeit alle Bestandskunde von Call Start und Call Basic auf Magenta Zuhause Start um. Damit wird für diese Kunden der Tarif obsolet. Es bleibt abzuwarten, ob die Telekom hier einen Nachlass für Sozialtarif-Berechtigte bei der Grundgebühr einräumt. Interessant bleibt er Stand Juni 2023 nur für den teuren Tarif Magenta Zuhause XS.

Die Einsteiger-Tarife der Telekom im Überblick

TarifPreis* / ⌀DownloadTelefonie
Magenta Zuhause Start27,95 €16 Mbtit/s mit 100 GB InklusivvolumenFlatrate ins deutsche Festnetz;
19,0 Cent/Minute ins Mobilfunknetz;
Zum Angebot
Magenta Zuhause S28,28 € (Mit Bonus)300 Mbit/s (16 Mbit/s + Mobilfunk); FlatrateFlatrate ins deutsche Festnetz;
19,0 Cent/Minute ins Mobilfunknetz;
Zum Angebot
Magenta Zuhause XS32,95 €100 Mbit/s; FlatrateAb 2,9 Cent/Minute ins deutsche Festnetz;
Für 19,0 Cent/Minute ins deutsche Mobilfunknetz;
Zum Angebot

Günstiger? Das bringt der Sozialtarif der Telekom

Der Sozialtarif ist zweigeteilt: Sozialtarif 1 und Sozialtarif 2. Beide unterscheiden sich Gesprächsguthaben und durch die Berechtigten, die diesen Tarif jeweils nutzen können. Die monatlichen Guthaben gelten für In- und Auslandsanrufe ohne Sonderrufnummern ins Festnetz und unterscheiden sich wie folgt: 

  • Sozialtarif 1: 6,94 Euro/Monat (Nettopreis)
  • Sozialtarif 2: 8,72 Euro/Monat (Nettopreis) 

Da der Sozialtarif nur mit bestimmten Festnetztarifen kombinierbar ist, sollten Interessierte genau hinsehen. Wer viel telefoniert, kommt mit dem Nachlass kaum aus. Dann sind jedoch andere Festnetztarife aus der Reihe Magenta Zuhause attraktiver. Zudem sind Preselect oder Call-by-Call sowie Sonderrufnummern und Anrufe ins Mobilfunknetz ausgeschlossen. 

Günstiges Festnetz: Wer kann welchen Sozialtarif bei der Telekom erhalten?

Die Telekom unterscheidet bei der Zugänglichkeit zwei Gruppen. Ein Nachweis ist zu erbringen. Der Sozialtarif 1 steht Personen offen, die 

  • BAföG erhalten,
  • eine Rundfunkgebührenbefreiung haben oder 
  • über einen Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt verfügen. 

Speziell die Rundfunkgebührenbefreiung schließt eine große Gruppe ein, die sowohl Bezieher von Sozialleistungen als auch an Menschen mit einer Behinderung umfassen kann. 

Der Sozialtarif 2 steht Menschen offen, die schwerbehindert sind (mindestens 90 % und Zusatz Bl oder Gl) oder über einen passenden Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt verfügen. Die Schwerbehinderung schließt in erster Linie Blinde und Sehbehinderte sowie Gehörlose ein. 

Kritik am Sozialtarif für den Telefonanschluss

Es ist lobenswert, Menschen mit einem geringen Einkommen oder erschwerten Lebensumständen einen Sozialtarif anzubieten. Allerdings hilft die Telekom mit ihrem Angebot nur einer sehr kleinen Zielgruppe und das in einem geringen Umfang. 

Durch das Überführen der Angebote Call Start und Call Basic in Magenta Zuhause Start gibt es zukünftig eine attraktive Telefonflatrate, die ist aber einige Euro teurer als die bisherigen Grundtarife. 

Da der Sozialtarif aktuell nur ein Gesprächsguthaben umfasst, ist er ab Sommer 2023 nur für Magenta Zuhause XS geeignet. Die monatliche Grundgebühr dieses Tarifs ist aber für finanziell benachteiligte Menschen relativ hoch. Da nutzen auch freie Gesprächskontingente nicht viel. Außerdem müssen die Kunden aufpassen, nicht in eine Kostenfalle zu tappen. Telefonieren Sie zu häufig, summieren sich die Minutengebühren. 

Unternehmen lassen große Gruppe links liegen 

Es wäre wünschenswert, BAföG-Empfängern, Schwerbehinderten, Einkommensschwachen und Senioren mit einer kleinen Rente ein wirklich hilfreiches Angebot zu machen. Das gilt nicht nur für die Telekom, die immerhin ein solches Angebot im Portfolio hat. Das gilt auch für alle anderen Festnetzanbieter. Denn die größeren Unternehmen bietet keinen Sozialtarif. Dadurch ist Betroffenen der Zugang zur Teilhabe durch Kommunikation erschwert.

Letzter Ausweg Mobilfunktarif

Die beste Alternative kann in vielen Fällen ein günstiger Handytarif sein. Einige Mobilfunktarife bieten eine Doppelflatrate mit attraktiven Datenvolumen und sind deutlich günstiger als der Sozialtarif der Telekom.

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Geschrieben von
Michael Weber
Michael ist freier Journalist, hat Sozialwissenschaften studiert und war als Redakteur und Pressereferent tätig. Das Thema Telekommunikation bearbeitet er seit 2014. Seine Fachkenntnisse fließen in die Entwicklung der Inhalte von DSLVergleich.net ein.
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