Die Nutzer haben, wenn es um die Erreichbarkeit geht, ihre Bedenken beim Anbieterwechsel. In der Vergangenheit war es immer wieder ein Problem, den Wechsel unterbrechungsfrei durchzuführen. So war es auch möglich, dass zwischen der Deaktivierung des einen Anschlusses, bis zum Freischalten des neuen Anschlusses oft Tage, manchmal auch Wochen, vergingen. Der Nutzer war dann über sein Festnetz nicht mehr erreichbar und hatte auch keinen Zugriff mehr auf das Internet. Dies ist aber heute kein Problem mehr, denn auch dafür wurden Richtlinien entworfen.

Anbieterwechsel erfolgt innerhalb 24 Stunden

Damit keine großen Unterbrechungen von den Kunden mehr hinzunehmen sind, hat die EU 2011 als Richtlinie zur Telekommunikation beschlossen, dass ein Anbieterwechsel innerhalb von 24 Stunden gewährleistet sein muss. 2012 wurde diese Verordnung dann auch im deutschen Telekommunikationsgesetz verankert. Damit ist die Regelung auch für Provider in Deutschland bindend.

Welche rechtliche Situation entsteht beim Wechsel des Telekommunikationsanbieters?

Der Kunde hat nachfolgende Rechte:
  1. Die technische Abwicklung des Anbieterwechsels muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen.
  2. Es muss eine möglichst ununterbrochene Erreichbarkeit geboten werden.
  3. Trotz Gesetzen ist es allerdings auch aus technischer Sicht möglich, dass nicht alles so schnell umgesetzt werden kann, vor allem wenn man in ländliche und abgelegene Gegenden zieht. In diesem Fall muss mit Hochdruck ein schneller Anschluss erreicht werden. Kommen die Provider nicht umgehend ihrer Pflicht nach, müssen sie mit Sanktionen rechnen, die unter anderem auch zum Schadensersatz für den Kunden führen können. Zuletzt ist ein Fall bekannt, bei dem 2013 von der Bundesnetzagentur ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde. Das zeigt, dass sich Verzögerungen in Grenzen halten.
  4. Der neue Provider ist für eine ordnungsgemäße Nummernportierung verantwortlich. Ist er dazu nicht in der Lage, kann es zur fristlosen Kündigung des Kunden führen.

Was muss bei der Rufnummernmitnahme vom Kunden beachtet werden?

Einige wichtige Punkte müssen bei der Mitnahme der Rufnummer beachtet werden, die wir hier zusammengestellt haben: Die Mitnahme der Nummer ist meist einfach und nicht kompliziert. Der DSL-Anbieter kümmert sich darum und erfragt im Bestellprozess die nötigen Angaben. Es ist wichtig, diese vor Unterschrift noch einmal genau zu überprüfen.Es ist Voraussetzung bei der Portierung der bisherigen Nummer, dass der neue Anbieter des DSL die Abwicklung übernimmt. Nur so kann eine erfolgreiche Übernahme erfolgen. Den Vertrag sollte man nicht selbst kündigen, sondern sich vorher mit dem neuen Provider abstimmen. Meist übernimmt der neue DSL Anbieter neben der Portierung auch die Kündigung. Damit sorgt er für einen nahtlosen Übergang. Damit kann man immer sicher sein, dass die Übernahme der bisherigen Nummer auch möglich bleibt. In Einzelfällen ist es auch notwendig, den bisherigen DSL Anbieter schon vor der Kündigung über die Nummernmitnahme zu informieren. Das verhindert, dass die Rufnummer nicht zur Weitergabe unwissentlich freigegeben wird.Einige Anbieter stellen die Rufnummern auch noch nach der Abschaltung zur Mitnahme zur Verfügung. Bei der Deutschen Telekom zum Beispiel muss die Portierung immer vor der Anschluss Deaktivierung erfolgen.Ein Wechsel in einen anderen Vorwahlbereich verhindert das Mitnehmen der Nummer. Leider ist eine Beibehaltung in dem Fall nicht mehr möglich. Es ist zu beachten, dass bei der Rufnummer Übertragung fast alle DSL-Anbieter eine Servicepauschale berechnen. Die Höhe kann unterschiedlich sein.
Ununterbrochene Erreichbarkeit trotz Anbieterwechsel
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Andre

André ist Inhaber von DSLVergleich.net. Er ist mit dem Internet aufgewachsen und trotzdem noch fast normal geblieben. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @andreriechert

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