Was ist ein Upload?

Internetanbieter werben mit großen Downloadraten. Diese machen eine „schnelle Leitung“ aus. Doch immer wichtige ist auch die Geschwindigkeit für einen Upload. Denn mehr und mehr verlagert sich das Speichern von Daten vom PC ins Internet. Wer zum Beispiel Fotos oder Filme auf einen Server laden oder etwas in seiner Cloud speichern möchte, benötigt eine gute Uploadgeschwindigkeit. Doch was ist ein Upload eigentlich?

Der Name ist Programm: Upload heißt „etwas hochladen“

Ein Upload ist der Vorgang, wenn Sie etwas über das Internet verschicken oder auf einem Speicherplatz im Internet ablegen. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch: das Hochladen oder etwas hochladen. Die deutsche Übersetzung verdeutlicht sehr gut, worum es geht.

Upload – die technische Erklärung

Technisch ist der Upload etwas komplizierter zu beschreiben. Sie verbinden Ihr Gerät über das Internet mit einem Server („Computer“) irgendwo auf der Welt. Durch diese Verbindung haben Sie Zugriff auf ein Speichermedium. Sie nutzen diesen Speicherplatz aus der Ferne, um vom ihren Gerät aus dort die gewünschten Daten abzulegen.Das Internet steht hier sozusagen stellvertretend für eine Netzwerkverbindung, über die Sie Ihre Dateien von A nach B speichern. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Verschieben der Daten. Beim Upload wird automatisch eine Kopie erstellt, die Sie auf dem Ziel ablegen. Das Original bleibt selbstverständlich bei Ihnen.Allerdings benötigen Sie eine Zugangsberechtigung. Je nach Speicherort gibt es eine Zugangsbeschränkung oder Sie benötigen einen Account mit Passwortzugang. Typische Speichermöglichkeiten sind:

  • Cloudspeicher wie Google Drive,
  • Social-Media-Accounts bei Facebook, Twitter oder Instagram,
  • Ihre eigene Webseite,
  • ein Profil auf einer Webseite oder in einem Forum,
  • ein Videodienst wie YouTube oder Vimeo,
  • ein Bilderdienst wie Flickr.

Datei-Upload per E-Mail

Auch bei einer E-Mail funktioniert ein Upload im Prinzip wie oben beschrieben. Der einzige Unterschied: Sie verfassen eine Nachricht, die von ihrem Computer oder aus einem Online-Account heraus verschickt wird. Die Datei fügen Sie an. Beim Abschicken kopiert das Mailsystem die Datei und packt diese als Information mit in den Datencode der E-Mail. Beim Empfänger wird diese wieder ausgepackt und angezeigt.

DSL-Vertrag: Welche Uploadgeschwindigkeit sollten Sie wählen?

Aus der Liste der typischen Uploadziele wird schnell deutlich: Das Hochladen in das Internet wird immer wichtiger. Immer dann, wenn Sie Bilder veröffentlichen oder teilen, Videos bereitstellen oder andere Dateien im Netz ablegen möchten oder Anhänge per E-Mail verschicken wollen, kommt es auf die Bandbreite des DSL-Anschlusses oder der mobilen Internetverbindung an.

Tipp: Laden Sie keine Bilder oder Videos über das mobile Internet hoch. Die Dateigrößen können enorm sein und reduzieren Ihr verfügbares Datenvolumen. Die meisten DSL-Anschlüsse haben dagegen keine Datenbegrenzung.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen der verfügbaren Bandbreite für Downloads und für Uploads. Die DSL-Anbieter locken mit Downloadraten. Wenn Sie zum Beispiel einen Anschluss mit bis zu 50 MBit/s beauftragen, bezieht sich dies immer auf die maximale Downloadbandbreite und damit die Geschwindigkeit, mit der Sie surfen. Wollen Sie aber keine Daten aus dem World Wide Web anfordern, sondern dorthin liefern, ist die Bandbreite für Uploads entscheidend.

Achtung: Die meisten Anbieter geben die maximale Upload-Bandbreite etwas versteckt oder deutlich unauffälliger an. Wenn Sie häufig große Daten wie Videos hochladen möchten, sollten Sie unbedingt auf diese Angabe achten!

Upload: Bits oder Byte?

Ein häufiges Missverständnis betrifft die Bezeichnungen von Dateigrößen in Megabyte und die Bandbreite in Megabit. Es gibt einen Unterschied:

  • Ein Megabyte (MB) sind 1.024 Kilobyte (kB). Ein Kilobyte sind 1.024 Byte (b). In Megabyte oder Kilobyte wird der erforderliche Speicherplatz für eine Datei berechnet.
  • Die Bandbreite in Megabit bezeichnet den maximalen Datendurchlass pro Sekunde. Es gilt bei dieser Form der Geschwindigkeitsangabe das Dezimalsystem. 1.000 Bit sind also ein Kilobit (kBit) und 1.000 Kilobit sind ein Megabit (1 Mbit).

Wie lange dauert ein Upload?

Beide Größenordnungen stehen in Abhängigkeit zueinander: Ein Byte sind acht Bit. Was bedeutet das für die Geschwindigkeit beim Upload? Hier ist die maximale Uploadbandbreite entscheidend. Je größer diese ist, desto schneller laden Sei Ihre Dateien hoch. Mögliche Ergebnisse der Umrechnung von Byte in Bit in Abhängigkeit der Zeit zeigen ein paar Beispiele:

Ein Upload von 10 MB Fotos dauert
DSL mit 0,2 Mbit/s Uploadbandbreite (typisch für DSL mit 2 Mbit/s) ca. 6 Minuten, 40 Sekunden
DSL mit 2.4 Mbit/s Uploadbandbreite (typisch für DSL 16) ca. 33 Sekunden
DSL mit 10 Mbit/s Uploadbandbreite (typisch DSL 50) ca. 8 Sekunden
DSL mit 40 MBit/s Uploadbandbreite (typisch für DSL 100) ca. 2 Sekunden

Ein Upload von 300 MB Video dauert bei
DSL mit 0,2 Mbit/s Uploadbandbreite (typisch für DSL mit 2 Mbit/s) ca. 3 Stunden, 20 Minuten
DSL mit 2.4 Mbit/s Uploadbandbreite (typisch für DSL 16) ca. 16 Minuten, 40 Sekunden
DSL mit 10 Mbit/s Uploadbandbreite (typisch DSL 50) ca. 4 Minuten
DSL mit 40 MBit/s Uploadbandbreite (typisch für DSL 100) ca. 1 Minute

Bitte beachten Sie: Einige Anbieter nutzen inzwischen andere Uploadbandbreiten in ihren Tarifen. Bitte vergleichen Sie die Angaben mit Ihren Tarifdaten. Außerdem handelt es sich stets um maximale Bandbereiten! Da die tatschliche Leitungskapazität je nach Standort, Mitbenutzer, technischer Konfiguration des Anschlusses und des eigenen Gerätes sowie der Tageszeit variieren kann, dauert das Hochladen tendenziell spürbar länger. Die Unterschiede zeigen jedoch sehr gut, wie wichtig ein schneller Internetanschluss ist, wenn Sie häufig größere Datenmengen online speichern oder verschicken möchten.

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