In den eigenen vier Wänden ist für viele Nutzer WLAN der normale Zugang zum Internet. Unterwegs sieht das anders aus. Wer nicht auf öffentliche Hotspots oder das WLAN von Freunden ausweichen kann, muss sich mit seinem Gerät in das mobile Internet einwählen. Das ist jedoch nur mit Smartphones und einigen Tablets möglich. Andere Geräte verfügen nicht über eine SIM-Karte, über die der Zugriff auf das Mobilfunknetz möglich ist. Eine Lösung für solche Fälle sind sogenannte Mifi-Router oder WLAN-/LTE-Hotspots.

Mifi ist als Begriff eine Kurzform für mobiles WiFi oder eben einen mobilen Hotspot. Dieser wird über einen kleinen akkubetriebenen Router mit SIM-Karte hergestellt. Das Gerät wählt sich dazu in das Mobilfunknetz (UMTS/LTE) ein und baut ein kleines WLAN auf. Diesen WiFi-Hotspot können nun auch Geräte ohne SIM-Karte nutzen, um im Internet zu surfen. Die Mifi-Router bieten damit eine ähnliche Funktion wie das Tethering eines Smartphones, mit dem ebenfalls ein kleiner Hotspot entsteht.

Ein mobiler Router spielt seine ganze Stärke aus, wenn nicht nur ein Gerät den WLAN-Hotspot bzw. UMTS- oder LTE-Hotspot nutzen soll. Im Freien, auf Gruppenreisen oder im Biergarten kann ein Mifi-Hotspot für viele Menschen Internetzugang bedeuten. Wichtig ist jedoch, das Netz nach außen abzuschirmen, um den Zugriff von Dritten sowie das Ausspähen von Daten zu verhindern.

Mifi-Router: Test und Empfehlungen

An dieser Stelle möchten wir Ihnen drei Top-Geräte aus der Rubrik mobile Router für das Erzeugen von UMTS-/LTE-Hotspots vorstellen. Je ein Gerät für die Mittelklasse und für den High-End-Bereich sowie ein Einsteigerprodukt.

Tipp für die Mittelklasse: Huawei E5372 4G Mobile WiFi-Hotspot
21 Bewertungen
Tipp für die Mittelklasse: Huawei E5372 4G Mobile WiFi-Hotspot
Eine rundum solide Möglichkeit, ein leistungsstarkes Mifi aufzubauen, ist der mobile Wifi-Hotspot Huawei E5372 4G. Das Gerät unterstützt alle Mobilfunkstandards, womit im LTE-Netz (4G) bis zu 150 MBit/s Bandbreite möglich ist. Im Mifi sendet das Gerät auf 2,4 oder 5 GHz mit den Standards 802.11 a/b/g/n. Das starke WLAN ist für bis zu zehn Geräte konzipiert und installiert sich automatisch. Bei Empfangsproblemen lassen sich zwei Antennen anbauen. Der Router verfügt außerdem über zwei USB-2.0-Anschlüsse. Der Li-Polymer-Akku ermöglicht eine Betriebszeit von bis zu sechs Stunden. Die Steuerung des Geräts erfolgt per App. Baugleich ist von Vodafone der R215 4G Mobile WiFi-Hotspot. Dieser hat eine Vodafone-SIM-Karte, aber keinen SIM-Lock.
Tipp für den High-End-Bereich: Huawei E5786 – Mobiler Hotspot
11 Bewertungen
Tipp für den High-End-Bereich: Huawei E5786 – Mobiler Hotspot
Wer einen richtig leistungsstarken LTE-Hotspot aufbauen möchte, sollte zum Mifi-Router Huawei E5786 greifen. Das 4G-Gerät mit der genauen Bezeichnung E5786S-32A-W unterstützt LTE und ermöglicht so ein rasend schnelles mobiles WLAN. Bis zu zehn Geräte können sich parallel in das Netzwerk einloggen und surfen mit einer Bandbreite von bis zu 300 MBit/s. Moderne WLAN-Übertragungsstandards bis zu 802.11ac sichern bei gutem Empfang eine schnelle Datenübertragung im Mifi. Die Steuerung ist sehr einfach über eine APP für Android und iOS möglich. Die Akkulaufzeit beträgt zehn Stunden. Eine Statusanzeige informiert die Nutzer über alle wesentlichen Hotspot-Details.
Tipp für Einsteiger: TP-Link M5250 Mobiler MIFI-WLAN-Router
94 Bewertungen
Tipp für Einsteiger: TP-Link M5250 Mobiler MIFI-WLAN-Router
TP-Link bietet einen kostengünstigen Mifi-Router für Einsteiger. Der TP-Link M5250 unterstützt eine Verbindung in das UMTS-Netz mit bis zu 21,6 MBit/s. Zugriff auf LTE ist jedoch nicht möglich. Bis zu zehn Geräte können auf das so erzeugte Mifi zugreifen. Der UMTS-Hotspot überträgt mit dem Standards IEEE802.11b/g/n. Der Akku mit 2.000 mAh reicht für eine Betriebszeit von sechs bis sieben Stunden. Der 3G-Router M5250 von TP-Link funktioniert auch mit Micro- und Nano-SIM-Karten und verfügt über einen Micro-SD-Speicherkartenslot mit einer Kapazität von bis zu 32 GB.

FAQ: Das sollten Sie über Mifi-Router wissen

Ein mobiler Router bezieht seine Energie aus einem Akku. Er enthält eine SIM-Karte, mit der er sich als Mobilfunkgerät in das mobile Internet einwählt. Dabei nutzt der Router je nach Spezifikation das LTE- oder UMTS-Netz. Gleichzeitig baut er ein schwaches WLAN auf, in dessen Einflussbereich sich Nutzer mit ihren Geräten einloggen können. Das heißt: Ein mobiler Router erzeugt kabellos und örtliche flexibel ein WLAN auf Basis des Mobilfunknetzes, das mehrere Geräte nutzen können.

Die Geschwindigkeit hängt zum einen vom unterstützten Mobilfunknetz ab. LTE ermöglicht eine Bandbreite von derzeit theoretisch bis zu 300 MBit/s. Das UMTS-Netz bietet nur zwischen maximal 14,4 und 42,2 MBit/s. Diese Bandbreite ist von dem genauen Ort abhängig und diese muss der Router unterstützen. Zum anderen hat der Wifi-Router Einfluss auf die Bandbreite im Mifi-Netz. Je nach Übertragungsstandard kann die Bandbreite eingeschränkt sein. Zu empfehlen ist der Standard 802.11n oder – noch besser 802.11ac. Beide ermöglichen eine gute Bandbreite.

Da der Mifi-Router einen eigenen SIM-Kartenslot hat, kann der Nutzer eine beliebige SIM-Karte in das Gerät stecken. Je nach Datentarif steht dann ein bestimmtes Datenvolumen zur Verfügung, das die Nutzer des WLAN-Hotspots aufbrauchen können, oder es fallen Gebühren nach Datenvolumen an. In der Regel greift bei Erreichen einer Höchstgrenze eine Datendrosselung auf maximal 53,6 kBit/s. Die genauen Kosten sind also vom gewählten Datentarif für die SIM-Karte abhängig.

Ein mobiler Router ist kabellos. Einige verfügen über eine optionale Stromversorgung. Die Energie bezieht das Gerät aber normalerweise aus einem Akku. Entsprechend ist die Akkukapazität ein entscheidender Kauffaktor. Diese sollte grundsätzlich möglichst groß sein, um den Wifi-Router lange Zeit ohne erneutes Aufladen nutzen zu können. Alternativ ist es möglich, an einigen Geräten Akku-Batterien bzw. eine Powerbank anzuschließen. Das steigert die Nutzungsdauer des mobilen Hotspots erheblich.

Mobile Hotspots sind so sicher wie das heimische WLAN. Die Einwahl ist nur über ein zu konfigurierendes Passwort möglich. Zusätzlich kann der Nutzer des Hotspots eine Liste von berechtigten Geräten definieren, die allein sich einwählen können. Damit wird der unberechtigte Zugriff von außen verhindert. Die Verbindungen im Mifi sind üblicherweise per TSL verschlüsselt, sodass Angriffe zusätzlich unterbunden werden. Anders als im WLAN ist ein mobiler Hotspot außerdem so konfiguriert, dass die angeschlossenen Geräte nicht untereinander kommunizieren können.

Mifi-Router: Mobile WLAN-/LTE Hotspots im Test
4.29 Sterne aus 14 Bewertungen

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Andre

André ist Inhaber von DSLVergleich.net. Er ist mit dem Internet aufgewachsen und trotzdem noch fast normal geblieben. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @andreriechert

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