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Glasfaser-Anbieter: Aktuelle Angebote und Tarife im Überblick

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Bild von André - Autor bei DSLVergleich.net
André R.
André ist Experte für Telekommunikation und Digitales. Er beschäftigt sich schon seit seiner Jugend mit dem Internet und Technik.
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Glasfaseranschluss bietet schnelles und stabiles Internet. Eine hohe Bandbreite von bis zu 1 GBit/s, ein hoher Upload und kurze Reaktionszeiten (Latenz) machen einen Glasfaseranschluss sehr komfortabel.
  • Die Kosten für einen Gigabit-Glasfaser-Anschluss sind mit 80 bis 100 Euro im Monat höher als beim vergleichbaren Kabel-Internet, welches für um die 50 Euro im Monat zu bekommen ist. Kleinere Glasfaser-Tarife sind entsprechend günstiger.
  • Glasfaser Internet eignet sich besonders für Intensivnutzer und Eigenheimbesitzer. Eher überdimensioniert sind Glasfasertarife für Gelegenheitsnutzer.
Mit dem Glasfaseranschluss in die Highspeed Zukunft!

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Internetzugang zu realisieren. Die modernste ist ein Glasfaserkabelanschluss. Diese Technik unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von einem typischen DSL-Anschluss über den verbreiteten Kupferkabelanschluss. Er hat drei ganz klare Vorteile:

  • Der wichtigste Aspekt ist die enorme Überlegenheit eines Glasfaserkabels beim Datendurchsatz. Glasfaseranschlüsse sind also deutlich schneller.
  • Zudem weist ein Glasfasernetz auch bei großen Entfernungen geringe Signalverluste auf.
  • Durch eine extreme Leistungsfähigkeit ist Glasfaser Zukunftssicher und wird auch mit künftigen Entwicklungen Schritt halten können.

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Unseren Empfehlungen: Die günstigsten Glasfaser-Tarife

Die besten Glasfaser-Tarife sind mit unserem Vergleich schnell gefunden. Damit Sie schnell den optimalen Überblick über die günstigsten Glasfaser-Internet-Tarife erhalten, haben wir im Folgenden die aktuell günstigsten Tarife für einen Glasfaser-Anschluss für Sie zusammengetragen (Stand: Oktober 2022).

AnbieterPreis / MonatDownload SpeedHardware 
PYUR 12030,00 €*120 Mbit/sab 4,00 € mtl.Zum Angebot
M-Net 2529,90 €*25 Mbit/skostenfrei inkl.Zum Angebot
o2 my Home L32,91 €*100 Mbit/sab 3,99 € mtl.Zum Angebot
DG basic 30037,49 €*40 Mbit/sab 2,00 € mtl.Zum Angebot
EWE Glasfaser 150 38,74 €*150 Mbit/seinmalig 119,99 € Zum Angebot
Vodafone Glasfaser 10042,07 €*100 Mbit/sab 4,99 € mtl.Zum Angebot
NetCologne Netspeed 50047,45 €*500 Mbit/sab 4,00 € mtl.Zum Angebot
Telekom Magenta Zuhause XXL52,86 €*500 Mbit/sab 6,95 € mtl.Zum Angebot
1&1 Glasfaser 100065,40 €*1000 Mbit/sab 6,99 € mtl.Zum Angebot

Glasfaser Internetanbieter in Deutschland im Überblick

Deutsche Glasfaser

Deutsche Glasfaser ist ein Telekommunikationsanbieter, welcher sich auf FTTH-Highspeed-Internet über Glasfaser spezialisiert hat und zählt zu den führenden Marktakteuren im Glasfaser-Netzausbau. Deutsche Glasfaser betreibt in vielen Bundesländern & Orten bereits eigene Glasfaser-Netze. 1.000 Mbit/s Glasfaser-Internet kosten bei Deutsche Glasfaser 89,99€ im Monat.
Deutsche Telekom Logo

Telekom Glasfaser

Mit einem Glasfaser-Anschluss von der Telekom können Sie Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s erreichen. Für Hauseigentümer und Bauherren bietet die Telekom einen umfangreichen Service von der Planung bis hin zum modernen Glasfaser-Hausanschluss.
Vodafone Logo

Vodafone Glasfaser

Mit dem Glasfaser-Angebot von Vodafone erhalten Sie einen günstigen und leistungsstarken Internet-Anschluss mit bis zu 1 Gbit/s. Vodafone unterhält bereits in vielen Bundesländern in Deutschland eigene Glasfasernetze und baut seine Infrastruktur stetig aus.
Logo 1&1

1&1 Glasfaser

Mit 1&1 surfen Sie mit bis zu 1.000 Mbit/s und telefonieren endlos ins deutsche Festnetz. Besonders macht 1&1, die Tarife mit und ohne Mindestlaufzeit. Die Tarife können bislang aber nur vereinzelt gebucht werden, da 1&1 nur in wenigen Regionen in Deutschland ein Glasfasernetz unterhält.
Logo O2

o2 Glasfaser

O2 hat erst Ende 2020 entschieden, ins Glasfaser-Geschäft einzusteigen. Dementsprechend unterhält O2 bislang fast keine eigene Festnetzinfrastruktur und setzt hier vor allem auf Partner wie die Telekom. Schon bald möchte O2 aber mehrere Millionen Kunden mit FTTH und mindestens 1 GBit/s-Internet versorgen.
Logo M-Net

M-net Glasfaser

Im Großraum München, Augsburg und Erlangen finden Kunden mit M-Net einen innovativen Internet-Anbieter mit modernem Glasfaser-Netz und attraktiven Internet-Tarifen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s.
EWE Logo

EWE Glasfaser

Im Nordwesten der Bundesrepublik erstreckt sich von Hamburg über Bremen und Oldenburg bis hin nach Osnabrück und Paderborn das Ausbaugebiet von EWE mit bis zu 1,5 Millionen Glasfaseranschlüssen. Der 1 Gbit/s Glasfaser-Anschluss von EWE ist mit satten 119,99€/Monat aber mit der teuerste im Anbietervergleich.
Osnatel Logo

Osnatel Glasfaser

Osnatel bringt im Großraum Osnabrück das Glasfasernetz direkt von Ihre Haustür. Osnatel haben mit ihren Tarifen immer die volle Wechselfreitheit, und können jederzeit kostenlos nach Bedarf die Bandbreite ihres DSL-Tarifs anpassen. Mit 119,99€/Monat ist der 1 Gbit/s-Glasfasertarif von Osnatel mit der teuerste im Anbietervergleich.

Wie funktioniert ein Internetanschluss über Glasfaserkabel?

Vereinfacht: Bei einer Internetleitung über Glasfaserkabel werden die Datenpakete mit Lichtwellen durch das Kabel geschickt. Diese Technik ist deutlich leistungsstärker als die der DSL-Technik mit elektromagnetischen Impulsen durch das Kupferkabel. Das macht sich für Kunden in einer deutlich größeren möglichen Bandbreite bemerkbar. Während beim Kupferkabel über das weitverbreitete Telefonnetz vielerorts nur 16 oder 32 MBit/s und in VDSL-Ausbaugebieten 50 bis maximal 250 MBit/ möglich sind, können die Internetanbieter über Glasfaserkabelanbindungen schon jetzt ohne Probleme deutlich höhere Geschwindigkeiten realisieren. Bis zu 1 GBit/s werden von den Anbietern hier aktuell angeboten. Sollte der Bedarf an Bandbreite in Zukunft steigen, können über das Glasfasernetz in Zukunft auch noch deutlich höhere Bandbreiten bereitgestellt werden.

Glasfaser-Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen Technologien

TechnologieDownloadUpload
ADSL8 Mbit/s1 Mbit/s
ADSL224 Mbit/s3.5 Mbit/s
VDSL52 Mbit/s12 Mbit/s
VDSL Vectoring100 Mbit/s40 Mbit/s
VDSL Super Vectoring250 Mbit/s50 Mbit/s
Kabel1000 Mbit/s50 Mbit/s
Glasfaser1000 Mbit/s500 Mbit/s

Ausbau: Ist überall ein Internetzugang mit Glasfaser möglich?

Die Sache hat nur einen Haken: Trotz Ausbau des Glasfasernetzes ist nicht überall ein Glasfaserkabelanschluss verfügbar. Zudem ist nicht jeder DSL-Anschluss über Glasfaser ist ein echter Glasfaserkabelanschluss. Was heißt das?

Das Internet wird in Deutschland überwiegend über das Telefonnetz der Telekom realisiert. Dieses besteht aus "Glasfaserkabel-Autobahnen", die sich teilweise weiträumig verzweigen sowie kleinen Abzweigungen aus Kupferkabel und den meistens ebenfalls aus Kupferkabel bestehenden Verbindungen an das zu erschließende Gebäude.

Auf den Kreuzungen dieser Datenstraßen sind Verteilerkästen/Vermittlungsstellen. Die an einem Haus verfügbare Bandbreite richtet sich grob gesagt nach der Länge des Kupferkabels zwischen Hausanschluss und dem letzten Verteilerkasten (die sog. "letzte Meile"). Je länger die Strecke, desto geringer die Bandbreite.

VDSL: DSL mit Vectoring

Die Telekom baut ihr Netz aus. Um eine größere Bandbreite zu ermöglichen, setzt der Marktführer auf mit der Vectoring-Technik beschleunigte Kupferkabel zum angeschlossenen Gebäude. Diese Anschlüsse bieten eine hohe Geschwindigkeit, ohne jedoch das zukunftssichere und leistungsstärkere Glasfaserkabel zu nutzen.

Da die Telekom fast überall das Monopol auf die sog. "letzte Meile" hat und dort meistens Kupferleitungen zum angeschlossenen Haus nutzt, handelt es sich bei allen Internetanschlüssen über dieses Kabel überwiegend fast immer um VDSL. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen:

  • Einige Gebäude schließt die Telekom zum einen direkt mit Glasfaserkabel an. Hier sind moderne Internetzugänge auf Basis der Glasfasertechnologie möglich.
  • Regionale Konkurrenten bauen vielerorts eigene Glasfaserkabelnetze aus und schließen dabei vereinzelt statt der Telekom die Häuser an. Auf diese Weise sind die Konkurrenten bei der Versorgung mit Glasfaseranschlüssen unabhängig von der "letzten Meile" der Telekom. Sie können eigene Leistungen mit hoher Bandbreite direkt in das Haus ihrer Kunden liefern.

Immobilie an das Glasfasernetz anschließen: Ja oder Nein?

Viele Immobilienbesitzer stelle sich die Frage, ob Sie einen bestehenden Kupferkabelanschluss durch einen modernen Glasfaseranschluss ersetzen und Glasfaser ins Haus legen lassen sollten. Für Immobilienbesitzer haben wir in einem ausführlichen Ratgeber deshalb alle Informationen zum Thema gesammelt: Lohnt sich ein Glasfaser-Hausanschluss? ►

Was bedeuten FTTC, FTTH, FTTB und FTTD?

Beim Glasfaserausbau wird immer wieder mit verschiedenen Begriffen und Abkürzungen umhergeworfen. Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen den Abkürzungen FTTC, FTTH, FTTB und FTTD.

Was bedeutet FTTC?

Die Abkürzung FTTC steht für "Fibre To The Curbe" (Glasfaser bis zum Verteilerkasten). Das Glasfaserkabel endet bei FTTC im Verteilerkasten, der mehrere Straßenzüge entfernt stehen kann. Ab dort laufen nur Kupferkabel zum versorgten Gebäude.

FTTC-Anschluss Infografik
Die Leitung von Verteiler zu Haus ist bei FTTC noch mit Kupferkabel realisiert.

FTTC wird auch bei VDSL und Kabel-Internet genutzt

FTTC wird auch bei VDSL und Kabel-Internet genutzt, um schnellere Bandbreiten zu erreichen. So können durch die flächendeckende Versorgung der alten Verteilerkästen der Telekom und durch Vectoring-Technologien mit VDSL mittlerweile Bandbreiten von 100 bis 250 Mbit/s erreicht werden. Für eine noch höhere Bandbreite ist dieses Kupferkabel allerdings das Nadelöhr. Denn je länger die Strecke, desto langsamer wird die Datengeschwindigkeit.

Auch bei Kabel-Internet werden im Hintergrund des Telekommunikationsnetzes - dem sogenannten „Backbone“ - Glasfaserleitungen genutzt. Im Vergleich zum betagten Telefonnetz der Telekom wird im Kabelnetz für die „letzte Meile“ allerdings das modernere Koaxialkabel genutzt, welches Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s erlaubt und auch als störungsfreier gilt.

Was bedeuten FTTH, FTTB und FTTD?

Entscheidet sich der Immobilienbesitzer für einen Glasfaseranschluss, stößt er schnell auf Abkürzungen wie FTTB, FTTC und FTTD.

Bei diesen Bezeichnungen handelt es sich im Vergleich zu FTTC um echte Glasfaseranschlüsse. Denn das Gebäude ist hierbei tatsächlich mit Glasfaserkabel erschlossen.

Fibre To The Desk (FTTD) ist der optimale Anschluss für Unternehmen und IT-Spezialisten. Hier reicht die Glasfaser bis an das Endgerät.

Diese Abkürzungen bezeichnen den Ort des Anschlusses bzw. wie weit ein Glasfaserkabel reicht:

  • FTTH – Fibre To The Home: Das Glasfaserkabel läuft durch Kabelschächte bis in die Wohnungen. FTTH-Lösungen kommen in der Regel in Bürokomplexen sowie sehr großen Mietshäusern zum Einsatz.
  • FTTB – Fibre To The Building: Hier liegt das Glasfaserkabel im Keller bzw. an der inneren Hauswand. Von dort wird es über Kupferleitungen, LAN-Kabel, WLAN/Powerline oder Cat-7-Kabel (Cat-8-Kabel) in die Wohnungen geführt. Diese Weiterführung im Haus.
  • FTTD – Fibre To The Desk. Das ist der Internetturbo für Internetnutzer. Das Glasfaserkabel läuft in der Wohnung bzw. im Büro bis zum gewünschten Arbeitsplatz. Nachteilig ist die Anfälligkeit der Glasfaserkabel für Beschädigungen und der höhere Preis.

Alle drei Varianten sind echte Glasfaserkabelanschlüsse, die in der Regel auch identisch abgerechnet werden. Der Unterschied ist die bautechnische Weiterführung des Kabels im Gebäude durch den Hauseigentümer.

Fazit: Worauf sollten Kunden beim Glasfaseranschluss achten?

Der normale Internetnutzer muss weniger auf die Kabelart seines Anschlusses als auf die verfügbare Bandbreite achten. Für ihn zählt der Datendurchsatz, der auch so von den Internetanbietern vorrangig beworben wird.

Mieter sind zudem auf den bereits gelegten Anschluss festgelegt. Eine Änderung ist nur durch den Vermieter möglich. Dazu sind in der Regel Baumaßnahmen erforderlich. Allerdings ist der potenzielle Bandbreitenabfall mit zunehmender Entfernung zum Verteilerkasten bei einem echten Glasfaseranschluss kaum spürbar. Dadurch ist die Glasfasertechnik gegenüber den Kupferdrahtleitungen überlegen.

Für Hauseigentümer und Immobilienunternehmen sowie Bauherren ist ein Umstieg auf einen echten Glasfaserkabelanschluss ratsam. Denn nur diese Leitungsart wird zukünftig eine sichere Bandbreitensteigerung auf 1 GBit/s und mehr bieten. Erreichbar ist dies jedoch nicht mit einem FTTC-, sondern wenigstens mit einem FTTB-Anschluss.

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